Peter in der Husumer Zeitung

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Sascha
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Peter in der Husumer Zeitung

Beitragvon Sascha » 24.09.2011, 10:08

"Ich halte es wie Puh der Bär" Quelle:http://www.shz.de/nachrichten/lokales/husumer-nachrichten/artikeldetails/article/805/ich-halte-es-wie-puh-der-baer.html
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Die Löwenzahn-Folgen machen ihn unvergessen: Jetzt schreibt der TV-Kultmoderator und Wahl-Nordfriese Peter Lustig an seiner Biografie

"Schaltet ein Leute!", sagt Peter Lustig und meint die "Löwenzahn Classics". Die sind noch bis Ende des Jahres im ZDF zu sehen und zwar sonntags ab 8.35 Uhr. "Ziemlich früh am Morgen", meint der 74-Jährige, aber er freut sich dennoch darüber. Genau wie sicherlich viele Zuschauer, egal welchen Alters. Schließlich war es Peter Lustig, der gemeinsam mit ihnen an den Bildschirmen in die Welt von Technik, Natur und Wissenschaft eintauchte und komplizierte Dinge einfach erklärte.

Vor vier Jahren stand sein letzter Drehtag für die Kultsendung an, für die er ein Vierteljahrhundert vor der Kamera stand. 203 Folgen wurden produziert - Peter Lustig und sein Team begeisterten damit mehrere Generationen. Teilweise schrieb er die Drehbücher selbst, anderen gab er den "letzten Schliff". Peter Lustig bekam stets freie Hand vom Sender, durfte vor der Kamera machen was er wollte - weil er überzeugte.

Doch irgendwann war Schluss, die Gesundheit spielte nicht mehr mit. "Ich bekomme seit einigen Jahren nicht mehr genügend Luft", erzählt der Wahl-Nordfriese. Damals erhielt er die Diag nose Lungenkrebs. Inzwischen hat er nur noch eine halbe Lunge und gilt als geheilt. Als "Löwenzahn" für ihn beendet war, tat ihm das schon ein bisschen weh, erzählt er. Doch die Vernunft siegte. "Ich habe mein Handwerk nicht mehr richtig ausüben können und somit war es an der Zeit, mit den anstrengenden Dreharbeiten aufzuhören."

Später fiel er ins "Rentnerloch". Nur einfach so rumhängen den lieben langen Tag - nein, für ihn war das nichts. "Ich musste mir etwas anderes suchen", blickt der gelernte Tonmeister zurück. Und da seine Stimme nach wie vor unverkennbar ist, intensivierte er die Produktion von Hörbüchern. Zudem lieh er einem Hund die Stimme in dem Kinofilm "Gordos Reise ans Ende der Welt."

Der Produzent des Films brachte ihn auch dazu, in einer TV-Talkshow aufzutreten. Für Lustig war es das erste Mal und, wie er betont, "das letzte Mal." Bisher hatte er sich stets geweigert, Talkgast im Fernsehen zu sein, obwohl die Moderatoren nach wie vor bei ihm anklopfen. "Ich habe dort nichts zu suchen, denn eigentlich gibt es mich ja gar nicht. Ich bin der Typ aus Bärstadt, der im Bauwagen wohnt. Ich würde die Kinder mit meinen Auftritten in solchen Shows nur verwirren", ist er überzeugt.

Im Rampenlicht stehen ist ohnehin nicht sein Ding. Peter Lustig sieht sich nicht in der Reihe der Stars und Sternchen, als Schauspieler schon gar nicht. "Ich bin so, wie ich bin und halte es wie mein Idol, Puh der Bär. Ich akzeptiere das Leben, so wie es ist." Lustig liebt das Einfache im Leben und hat sich bis ins höhere Alter eines bewahrt: seine Neugierde. 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz in Berlin und nahm es aus gegebenen Anlass nicht in blauer, sondern in schwarzer Latzhose entgegen. Der Orden steht für "Bildung für alle" und ist für ihn eine "schöne Bestätigung dafür, dass man im Leben nicht alles so wirklich falsch gemacht haben kann."

Dass die Sendung "Löwenzahn" so ein legendärer Erfolg werden würde, hat er nie gedacht. "Ich kann mich sogar heute noch kaum auf der Straße blicken lassen, ohne erkannt zu werden." Weil überall, wo Peter Lustig drauf steht, auch Peter Lustig drin ist, schreibt er derzeit an seiner Biografie. Titel: "Und wie heißen sie wirklich?" Nach wie vor wird der 74-Jährige nämlich nach seinem "richtigen" Namen gefragt. Denn viele denken, dass er einen Künstler namen trägt. Doch den braucht er nicht, denn er war und ist einfach er selbst.
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Re: Peter in der Husumer Zeitung

Beitragvon Knochen » 24.09.2011, 16:11

Ein interessantes und ehrliches Interview. Schön, dass Peter das bestätigt, was einige vermutet haben (Rentnerloch, Talkshowabneigung)


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